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Lokal, regional & saisonal?

Bei Obst und Gemüse immer darauf achten, woher die kommen.

Obwohl lokal und saisonal nur einen vergleisweise kleinen Einfluss auf die Nachhaltigkeit eines Lebensmittels haben, helfen sie doch übermässige lokale Umwelt- und Sozialfolgen an anderen Stellen der Welt zu vermeiden. Es lohnt sich deshalb am Anfang der Saison einer Obst- oder Gemüsesorte darauf zu achten, wo und wie diese angebaut wird. Saisonal und regional werden im Freiland oder unbeheizten Gewächshaus in der Schweiz angebaut.

Nicht hungrig einkaufen.

Bei Stress esse ich vorzugsweise kohlenhydratreich. Nüsse kommen in meiner Ernährung kaum vor. In Zukunft stelle ich mir Nüsse parat. Speziell für die Mahlzeit zwischendurch. Meine neue Micro Habit: Immer eine Packung Nüsse beim Samstageinkauf in den Einkaufswagen.

Nüsse sind ein gesunder Snack. Ob heimische Baumnüsse und Haselnüsse, oder exotische Mandeln, Cashews und Erdnüsse –  die günstige Fett-Eiweisskombination macht Nüsse zur «Nahrung fürs Hirn». 30g-50g Nüsse pro Tag empfiehlt die Planetary Health Diet.

Jedes Wochenende setzen wir 1 Take-away Bestellung aus und kochen stattdessen zu Hause. Als Belohnung gehen wir 1x im Monat auswärts essen.
Nebenströme wie Kerne und Schalen verwerten.

„Neben meinen Avocadopflanzen, mache ich aus meinen Kernen seit neuestem auch Tee. Ich lege den Kern in Wasser ein für 2-3 Tage, danach entferne ich die braune Schale, rasple den Kern und lasse alles auf einem Geschirrtuch trocknen. Ich kombiniere die Avocadokern Infusion gerne mit Verveine Tee. Sehr lecker!“ 

Unsere Recherche zeigt Avocadokerne enthalten sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole welche positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben z.B. blutdruckregulierend und entzündungshemmend. Die deutsche Verbraucherzentrale rät zur Vorsicht, bei Avocadokern-haltigen Produkten handelt es sich um neuartige Lebensmittel, welche für den westlichen Konsumierenden (noch) nicht vollständig geprüft wurden. Der vorhandene giftige Stoff Persin, welcher zur Mäusebekämpfung traditionell in Mexico genutzt wird, konnte bisher nur bei Extraktion in Ethanol oder Methanol gemessen werden. Ursprünglich stammt die Avocado Frucht aus Südamerika. In diesen Regionen werden traditionell aus dem Kern unterschiedliche Produkte gewonnen unter anderem als Infusion in heissem Wasser als antioxidativer Tee.1,2,3,4

Bei unseren Kindern bleibt immer etwas übrig. Oft landet es im Abfall.“
„Im Laden greife ich zu Brötchen statt Brot. Für meinen 1-Personen Haushalt reicht das“
Image by Kira auf der Heide from Unsplash.

Kleine Portionen schöpfen, dafür öfter.

Erwachsene überschätzen Kinderportionen fast immer. Kleine Hände, kleine Portionen:

Gemüse und Blattsalat: 2 gewölbte Kinderhände voll.
Obst, Nudeln, Reis, Müsli, Kartoffeln: 1 gewölbte Kinderhand voll.
Brot: So gross wie die Handfläche. Bei kleinen Kindern macht das oft nur ¼ Brotscheibe aus.
Fleisch, Fisch: 1 Portion so gross wie die Handfläche.
Ungesättigte Fettsäuren aus Rapsöl: ½ – 1 Esslöffel.
Süßigkeiten: So gross wie der Daumen.

Avocado durch Walnüsse | Mandeln durch Haselnüsse | Quinoa durch Hirse | Chia durch Leinsamen | Agaven- durch Birnendicksaft
Exotisches mit Lokalen ersetzen

„Ich mache mich schlau, wie ich exotische Lebensmittel durch heimische ersetzen kann. Bei uns ist es die Kokosmilch, Avocado, Mandeln, die wir doch öfter verwenden. Wie kann ich sie ersetzen?

„Exotisches wie Kokosmilch ersetze ich durch Lokales und probiere Hafersahne beim Kochen aus1

Unsere Recherche hat gezeigt dass Kokosmilch trotz langem Transportweg beim ökologischen Fussabdruck gut abschneidet, weil Früchte geerntet und der Baum nicht zerstört wird. Die Bilanz bei Hafer ist noch besser2.

Ich gehe auf dem Heimweg einkaufen, dann wenn der Hunger am Grössten ist. Da wird schnell zu viel eingekauft. Nun habe ich eine neue Microhabit integriert: Bevor ich mein Büro verlasse, esse ich eine Handvoll Nüsse und trinke ein grosses Glas Leitungswasser. Damit ist der ärgste Hunger gestillt!
Photo by Edson Rosas on Unsplash

Beim Verarbeiten auch ans Konservieren denken.

„Food Waste vermeiden z.B. bei den Zucchini, die mein Mitbewohner gekauft hat.“

Ein Zucchini-Rezept, dass wir lieben und empfehlen, weil genuss- und gelingsicher:
3 kg Zucchini, 500 g Zwiebeln frisch, 2 EL Salz, 300 g Zucker, 500ml Wasser/500ml Essig, 4 TL Senfkörner, 4 TL Kurkuma Gewürz

Zubereitung
Zucchini waschen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Zwiebeln schälen und klein schneiden.
Zucchini- und Zwiebelstücke in eine Schüssel geben und vermischen.
Salz, Zucker, Senfkörner und Kurkuma mit dem Essig mischen und über das Gemüse giessen.
1 Stunde ziehen lassen, dabei ab und zu umrühren.
Aufkochen, 10 Minuten kochen lassen, heiss in die vorbereiteten Gläser füllen.

Auf meine Reste schreib ich: „Zum Essen für ALLE“ 

Wall of Waste

„Nach dem Dialog im Quartier Essen ohne Food Waste wollte ich meine WG irgendwie dazu motivieren achtsamer mit Lebensmittel umzugehen. Von wegen, keiner wirft etwas fort. Oft musste ich ihre Reste oder vergessene Lebensmittel wegwerfen. Mit ihrem Einverständnis durfte ich eine „WALL OF WASTE“ in unserer Küche anbringen. Auch wenn ich die Einzige war, die etwas hingeschrieben hat. Zu sehen, dass wir doch Nicht ganz unschuldig sind, hat ihre Bereitschaft mehr auf ihre Lebensmittel zu achten deutlich erhöht. Danke liebe WG <3″

Mein:e Mitbewohner:in hat Hummus im Kühlschrank stehen gelassen. Darf ich davon nehmen? Mit einem Post-it gebe ich den Resten einen lustigen Namen: „Der flüchtige Hummus, sucht neue Besitzer:in, schreib mir doch! Unter wer_zuletzt_kichert_erbst_am_besten@foodsave.org?

„Ich nutze meine Bananenschale, indem ich sie mit heissem Wasser übergiesse und das abgekühlte Wasser meinen Pflänzchen als Dünger gebe. So kommt die Banane nicht direkt in den Kompost.“

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