Rückblick auf Luzern 2022: Lokale Ernährung mitgestalten

8. November, 2022.

Individuelle Entscheidungen darüber, was wir essen, reduzieren die negativen Umweltauswirkungen unseres Essens. Wirksam werden diese Entscheidungen nur in einem System, welches nachhaltige Kosummuster unterstützt. Nachhaltige Varianten müssen genussvoll, im Quartier leicht zu beschaffen und trotzdem erschwinglich sein.

Welche Strukturen sollten in Luzern in den Quartieren vorhanden sein, damit nachhaltige Ernährung möglich wird? In Kleingruppen wurde die Traumreise durchgeführt.

Dialog im Quartier und SARE.earth überreichen ein Protokoll mit Empfehlungen an die Stadt Luzern. Das Protokoll zirkuliert bei den Teilnehmende und wird bald an dieser Stelle zum Nachlesen zur Verfügung stehen.

Die Stadtbevölkerung wünscht sich ein grosses Angebot und Verfügbarkeit von lokalen und saisonalen Lebensmitteln aus ökologischem Anbau zu erschwinglichen Preisen. Sie wünscht sich eine faire Wertschöpfungskette. Quartierläden in Laufnähe garantieren die für alle Beteiligten faire Wertschöpfung.

Quartierläden stärken und Vernetzungen zwischen den Quartierläden schaffen.

  • Das Grundangebot in den Quartierläden ausbauen.
  • In die Quartierläden Abholpunkte für Gemüseabo etc. integrieren.
  • Durch digitale Zutrittssteme die Zugänglichkeit für die Selbstabholung 24h/7Tage gewährleisten, die mehr den heutigen Lebensgewohnheiten der Bevölkerung entspricht.
  • Auch Lieferservice-Optionen integrieren.

Naschgärten und essbare Landschaften auf ungenutzten Flächen schaffen.

In und um Luzern Strukturen und Räume für essbare Landschaften und Naschgärten entwickeln. Städte der Zukunft können gekühlt werden, wenn natürliche Lösungen wie Spalier-/Pergolastrukturen z.B. mit Kiwi in die Stadtlandschaft einbezogen werden. Gleichzeitig setzt ein saisonales und lokales Ernährungssystem auch auf die Stadt als potentielle Fläche für eine lokale und saisonale Nahrungserzeugung. Obst- und Nussbäume sollten zum Stadtbild in vielen Quartier gehören.

  • Ein gutes Design bereits bei der Anlage der Angebote mitdenken, damit wenig gegossen werden muss. Unterstützung durch die Stadtentwicklung bei der Konzipierung und Anlage von funktionierenden Systemen.
  • Baumpatenschaften, die Arbeitnehmer von sozialen Trägern, IG Arbeit etc. für die Arbeitsleistung integibei der Baumpflege bezahlen.
  • Innovative Erntesysteme im Abo, Baumpatenschaften unterstützen die Fachgerechte Pflege. Hier können soziale Träger und ihre Arbeitnehmer integriert werden.
  • Unterstützung durch die Stadt beim Aufbau eines Netzwerks von Kleinproduzenten, die das Obst aus der essbaren Landschaft verarbeiten und die Bevölkerung bei der Verarbeitung beteiligen.

Weitere Empfehlungen im Protokoll!

Präsentationen

Stefan Galley, Agroscope: Lokale Nahrungsmittelversorgung mitgestalten –Prosumtion, Macht, Wissen und Vertrauen

Julia Beck, Kulturhof Hinter Musegg: Konzept Kulturhof Hinter Musegg

Zusammen haben SARE.Earth und das Zurich-Basel Plant Science Center Quartierbewohner:innen und Akteur:innen eingeladen über die Ernährungslandschaft in Luzern nachzudenken: Lokal, nachhaltig, frisch und auf die Quartiergemeinschaft ausgerichtet.

Die Imaginationsreise wurde angeleitet von lokalen Initiativen, die Umsetzungen begleiten:

  • Das Wild-Rose – Wildkräuter, Tiefenökologie und Fermentationswissen. Ein breites Kursangebot.
  • Bio Luzern – Produzenten und Konsumenten fördern gemeinsam den Biolandbau 

Wir bedanken uns beim Bundesamt für Umwelt für die Unterstützung und bei Bio Luzern und meinRad für den feinen Apero.

Unsere Werkzeuge findest du als Vorlagen hier

%d Bloggern gefällt das: