Planetary Health Diet Vegan

Melanie Paschke, PSC

Ein Speiseplan für eine gesunde und nachhaltige Ernährung könnte unsere Gesundheit schützen und etwa 10 Milliarden Menschen im Jahr 2050 ernähren, ohne unseren Planeten zu gefährden (EAT-Lancet Kommission).

In unserem Beitrag zur Planetary Health Diet erklären wir die Grundlagen.

Heute haben wir uns vorgenommen, uns von den Rezepten auf https://vegan.ch/ inspirieren zu lassen. Wir berechnen die CO2-Bilanzen der Rezepte mit dem CO2-Rechner von www.klimetarier.org. Sind wir im grünen Bereich, d.h. bei ungefähr 1.37 kg CO2 für unsere Nahrungsmittel pro Tag?

Den Morgen starten wir mit dem Vanille Chia Porridge. Eigentlich ist es für 2 Personen berechnet. Da diese Menge aber recht gut, den Vorgaben der Planetary Health Diät für eine Energieaufnahme von 2500 kcal/Tag entspricht, halbieren wir die Angaben nicht. Teilweise mussten wir im Rechner auf ähnliche Produkte ausweichen.

Mittags gibt es dann einen Linsen-Eintopf. Diesen haben wir für 1 Person berechnet.

Am Abend dann gibt es nochmals einen Farbigen Linsensalat. Auch hier haben wir für 1 Person gerechnet.

Vanille Chia Porridge

0,13 kg CO2

Darstellung ohne Mandelmus & Vanille
  • 70 g Haferflocken
  • 350 ml Hafermilch (das sind etwa 50g Haferflocken)
  • 120 g Banane
  • 20 g Agavendicksaft (CO2 Aequivalente von Zucker berechnet)
  • 20g Kokosmilch
  • Chiasamen, Vanille, Mandelmuss*

*Einfluss wurde nicht berechnet

Nicht abgebildet: Rosinen, Chili, Rosmarin.

Linsen-Eintopf

0,32 kg CO2

  • 75 g Linsen getrocknet
  • 50 g Tofu
  • 104 g Birne**
  • 40 g Zwiebeln
  • 20 g Olivenöl
  • 25 g Rosinen
  • Rotwein***, Apfelmost, Chili, Rosmarin*

*Einfluss wurde nicht berechnet. ** Die Birnen stammen aus dem Vorrat an
eingemachten Birnenkompott. So müssen wir nicht auf diese Frucht frisch ausserhalb der Jahreszeit zugreifen, was die Bilanz negativ ändern würde. *** Leider belastet der Rotwein unser Budget übermässig. Wir lassen diesen weg.

Farbiger Linsensalat

0,38 kg CO2

Darstellung ohne Kirschtomaten und Gewürze
  • 50 g Linsen
  • 50 g Kirschtomaten
  • 65 g Zucchini
  • 65 g Karotte/Möhre
  • 65 g Mais (Dose)
  • 30 g Sonnenblumenöl
  • 20 g Zucker
  • 100g Brot (2 Scheiben)
  • Apfelessig, Sonnenblumenkernen, Currypulver, Kurkuma, Pfeffer*

*Einfluss wurde nicht berechnet

Zum Vergleich noch die wichtigsten Referenzwerte der Planetary Health Diät, damit ein gesunder Erwachsener genug Kalorien zu sich nimmt: 300g Gemüse, 300g Obst, 40g pflanzliche Oele, 50g Nüsse, 31g Zucker, 232g Stärkeprodukte, ca. 130g pflanzliche Eiweisse.

Planetary Health Diet

Autorin: Melanie Paschke, PSC

Ein Speiseplan für eine gesunde und nachhaltige Ernährung könnte unsere Gesundheit schützen und etwa 10 Milliarden Menschen im Jahr 2050 ernähren, ohne unseren Planeten zu gefährden (EAT-Lancet Kommission).

Der Konsum von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen müsste verdoppelt, der Verzehr von Fleisch und Zucker halbiert werden. Lebensmittel werden nachhaltig produziert, Food Waste auf ein Minimimum reduziert.

Wie könnte dein Teller aussehen?

Am Morgen

Am Mittag
Am Abend

Wir haben die Planetary Health Diet in drei Mahlzeiten übersetzt. Ziel ist die Aufnahme von 2500 kcal/Tag.

Wir haben Mahlzeiten veranschaulicht, wie sie in einen grösseren Anteil der Haushalte in der Schweiz zubereitet werden. Milchprodukte sind integriert jedoch im Anteil reduziert (150g statt 250g). Das Fleisch wurde weggelassen und durch Hülsenfrüchte ersetzt.

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Ernährungsforum Zürich veranstaltet Food Talk

Datum: 8. Februar 2021.

In der dritten Ausgabe des FoodTalk steht das Thema «Lebensmittelverpackung» im Zentrum: Welchen Einfluss auf die Nachhaltigkeit haben unterschiedliche Verpackungen? Wie wirken sich Haltbarkeit, Gesundheit, Transport und andere Faktoren auf die Wahl einer Verpackung aus? Wann spielt die Verpackung kaum eine Rolle?

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Die Lebensmittelpyramide für einen gesunden Lebensstil verwenden?

Autorin: Dubravka Vrdoljak, PSC.

Jeden Tag nehmen wir Nahrung auf. Energie in Form von Lebensmitteln. Doch welche Ernährung die Richtige ist darüber scheiden sich die Geister. Oder zumindest gibt es verschiedene Ansätze. In den einzelnen Ländern informieren die Gesellschaften für Ernährung (Gesundheitsministerien oder in der Schweiz das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen) die Bürger, wie jeder, in jedem Alter, in jedem lebensverändernden Abschnitt seines Lebens, sich ausgewogen ernähren kann, sprich die Zufuhr an Energie, Nährstoffen und Schutzstoffen decken kann. Eine gesundheitsfordernde Ernährung gehört zu einem gesunden Lebensstil, wie z.B. täglich eine halbe Stunde Bewegung[1]. In 83 von weltweit 215 Ländern sprechen Regierungen Empfehlungen über die Ernährung aus[2].

Unterschiedliche Umsetzung im Lauf der Zeit

In der Schweiz kennt jeder die Lebensmittelpyramide neben der Regel „5 Früchte am Tag“. Prinzip der ersten Lebensmittelpyramide[3] war eine gute, gesunde Kost zu einem annehmbaren Preis (Abb.1, links). Sie enthielt lediglich 3 Stufen und damit 3 Stufen weniger verglichen mit den sechs, die wir heute in der Schweizer Ernährungspyramide[4] finden (Abb.1, rechts). Grundnahrungsmittel bildeten die 1.Stufe (Cerealien, Milchprodukte, Pasta und Kartoffeln), ergänzende Lebensmittel, die der Vitamin- und Mineralstoffzulieferung dienten, wie Früchte und Gemüse (2. Stufe) und Fisch, Fleisch und Eier auf 3. Stufe nur an besonderen Anlässen[5]. In den 70 Jahren waren verarbeitete Produkte und Produkte mit zugesetztem Zucker noch nicht Teil der täglichen Kost. Auch Öle und Fette wurden nicht aufgeführt.

Abbildung 1. Erste Lebensmittelpyramide 1974 entwickelt in Schweden[3] (links), Lebensmittelpyramide Schweiz heute (rechts)

Heute bilden wir 6 Stufen ab. Getränke werden separat auf unterster Stufe aufgeführt, Fette und Öle nach den tierischen Produkten (und Tofu!) auf 5. Stufe und hoch-verarbeitete Produkte (Chips und Schokoladenriegel) auf 6. Stufe.

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Warum saisonales und regionales Obst und Gemüse?

Für uns erscheint jederzeit alles verfügbar, besonders bei Lebensmitteln. Es geht uns die Erfahrung verloren, dass Obst und Gemüse zu einer bestimmten Zeit und an bestimmten Ort reifen.

Erdbeeren bereits Ende Januar. Ganzjährig Zugang zu Tomaten, Gurken und Zucchetti. Himbeeren im Winter. Durch lange Transportwege und durch einen Anbau an Orten, wo diese Obst- und Gemüsesorten nicht wachsen würden, wird es möglich. Es wird vergessen, dass die dafür notwendige Bewässerung, Gewächshausanbau, Dünger und Pestizide mehr ökologische Kosten verursachen. Der Anbau von Himbeeren in Südspanien ausserhalb der Schweizer Saison hat einen grossen ökologischen Fussabdruck, weil sehr viel Wasser benötigt wird. Der Fussabdruck für Wasser verdoppelt sich (1).

Saisonales und regionales ökologisch angebautes Obst und Gemüse dagegen:

  • Braucht in der Regel weniger Wasser.
  • Hat keine weiten Transportwege hinter sich.
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Wie kannst Du die Umweltbelastung Deiner Lebensmittel berechnen?


Photo by Adrianna Calvo from Pexels

Der Anbau und die Verarbeitung Deiner Lebensmittel haben einen Einfluss auf die Umwelt. Der Anbau beeinflusst die Biodiversität, die Bodenqualität, den Wasserverbrauch und die Belastung der Umwelt mit Pflanzenschutz- und Unkrautvernichtungsmitteln und mit Dünger.

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Herausforderungen für ein widerstandsfähiges Ernährungssystem in Zürich und der Schweiz?


Die Covid19-Pandemie ist für die globalen Ernährungssysteme eine Herausforderung. Der Lock Down hat die Schwächen langer Lieferketten gezeigt. Um widerstandsfähig zu werden, müssen nachhaltige lokale und regionale Ernährungssysteme erhalten und aufgebaut werden, die Produzenten und Verbraucher über kurze Transportwege verbinden (Urgenci, 2020).

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Wie unsere Ernährung zu einem nachhaltigen Umgang mit dem Planeten beiträgt

Tag für Tag essen wir. Eine Person nimmt im Durchschnitt 2300 g Nahrungsmittel pro Tag zu sich. Wie und was wir essen, entscheiden wir bis zu fünf Mal jeden Tag: mit Genuss oder in Eile, daheim gekocht oder auswärts, am gemeinsamen Tisch, als Take-Away, pflanzliche oder tierische Produkte, biologisch oder konventionell angebaut, von fern hergeholt oder regional gewachsen.

Unsere tägliche Auswahl an Lebensmitteln entscheidet darüber wie es unserem Planeten geht. 30% der Umweltbelastungen durch verstärkte Emissionen von CO2, die Übernutzung von Wasser und Boden und den verstärkten Einsatz von Dünger und Pestiziden entstehen durch die Landwirtschaft. 

Jede einzelne Person in der Schweiz kann gute Entscheidungen treffen, um diese Umweltbelastungen zu reduzieren:

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